Newsticker - aktuelle Meldungen

Boiensdorf 2017. (c) Ní Gudix, 2017
Boiensdorf 2017. (c) Ní Gudix, 2017

Im Folgenden finden Sie meine Publikationen und anderen Meldunngen ab dem Jahr 2015. Wer noch die älteren nachlesen möchte, gehe bitte ins Archiv. :-)

7.2.18

Heute ist die neue MAULhURE, die Nr. 6, bei mir eingetroffen. Darin enthalten sind diverse teils sehr persönliche Nachrufe auf Axel Monte, u.a. von Urs Böke, Jörg Herbig, Jürgen Ploog, Frank Bröker und mir.

Ich freue mich sehr, dass Axel endlich ein wenig Respekt gezollt wird. Er hat das verdient!

27.7.17

Das neue INSIDE ARTZINE ist raus. Wieder mit vielen Übersetzungen von mir. Jenz und ich arbeiten nun schon 13 Jahre zusammen. Und die Übersetzungen fürs INSIDE waren auch das einzige, was ich im letzten Jahr noch machen konnte.

Jedenfalls: ist wieder ein gutes Heft geworden!

Gudix

20.8.16

Nach über einem halben Jahr heute mal wieder eine Meldung - leider eine sehr traurige: Dr. Axel Monte ist tot. Er starb vorigen Dienstag, am 16.8.2016, in München. Heute gab es sein Verleger bekannt.

Axel hatte nie viel von seinem Privatleben bekanntgegeben, und ich wusste erst seit kurzem, wie es um ihn steht. Dennoch traf mich die Nachricht heute sehr heftig. Bis zuletzt hatte er noch geschrieben, publiziert, korrespondiert, übersetzt. Axel hatte sich zeitlebens von dem Hype um Facebook und Co. ferngehalten; auch auf Wikipedia hatte er nie eine eigene Seite. Er ließ seine Arbeit für sich sprechen. Sein größter Wurf war wohl die Neuübersetzung von "Oliver Twist", die bei Reclam erschien. Axel, wir werden dich vermissen. :(

7.1.16

Mit einiger Verspätung möchte ich allen lieben Freunden und Kollegen von Herzen ein gutes neues Jahr wünschen. "Let's hope it's a good one without any fear." (John Lennon)

Heute ist das neue INSIDEartzine erschienen, die Nr. 18, für die ich erneut die Texte mehrerer Autoren ins Englische übersetzt habe - diesmal u.a. Benedikt Maria Kramer, Kai Kraus und Laabs Kowalski. Zu beziehen ist das Heft hier.

7.11.15

Der LaborBefund Nr. 21 ist heute erschienen: "Kreuze auf dem Berg II", der zweite Teil der Nekrologe von Erik Steffen. Unter den Nachgerufenen dieses Bandes - Kreuzberger Lebens- und Überlebenskünstlern - ist auch Bernd Kramer, der letztes Jahr starb. Ihm und seiner Frau Karin, die ebenfalls 2014 verschied, wurde dieser LaborBefund gewidmet.

13.10.15

Heute ist der LaborBefund Nr. 20 erschienen - erneut ein Heft mit den großartigen Texten von Marcus Mohr. "Fremd im eigenen Land" ist eine meisterliche Kollektion neuer Gedichte: von Gaga-Onkeln, Bauchnabelfusseln, therapeutischen Kühlschränken, Tünnes und Schäl... und das alles "so schön untypisch deutsch", genau. :)

Illustriert mit 12 Zeichnungen von Ní Gudix.

Zu bestellen über das Kontaktformular auf der Homepage oder per Mail.

28.9.15

Das neue Fanzine von Jerk Götterwind und Jörg Herbig, "Pausenfüller", ist erschienen. Die Nr. 1 enthält viel zum Thema "Kunst", u.a. auch ein Interview mit Jenz über das INSIDE artzine. Jenz bezeichnet darin mich als "die einzige feste Mitarbeiterin". Nun ja - ich übersetze seit 2005 die gesamten Texte aus dem INSIDE ins Englische, darunter auch so große Namen wie Urs Böke, Tom Bresemann oder Jan Off. :)

Die Erwähnung freut mich sehr, und so der Gott des Artscum es will, wird das INSIDE auch weiterhin treu und redlich jedes Jahr erscheinen und die Welt verstören. :-)

2.9.15

Der LaborBefund Nr. 19 ist erschienen, diesmal ein Autorenheft mit den Texten von Urs Böke. Zu bestellen wie immer via Homepage oder per Mail: laborbefund2013 (at) yahoo.de.


14.8.15 - Aktuelle Mitteilung!


ASTERIX OHNE ZAUBERTRANK – Brandanschlag auf Horst und Birgit Lohmeyer in Jamel

"Das ganze Dorf war von Nazis bevölkert. Das ganze? Nein, ein wackeres und un-beugsames Ehepaar hört nicht auf, den Braunen Widerstand zu leisten." Klingt wie Asterix? Stimmt, ist aber Realität.

Das Ehepaar Horst und Birgit Lohmeyer lebt seit 2004 in Jamel in Mecklenburg, einem Dorf bestehend aus 10 Häusern, von denen 7 von Rechtsradikalen bewohnt werden. Und die Lohmeyers stellen sich aktiv gegen die Braunen, seit 2007 auch mit dem Rock-gegen-Rechts-Festival "Jamel rockt den Förster". Für ihr Engagement und ihre Zivilcourage haben die Lohmeyers schon mehrere Auszeichnungen erhalten, so den "Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage".

Allerdings ist das Leben in dieser Nazi-Hochburg nicht witzig. Bedrohungen, Pöbeleien und Mobbing sind an der Tagesordnung - und die Politiker interessiert das alles herzlich wenig. 2007 gab der zuständige Bürgermeister, Uwe Wandel, zu: "Wir haben Jamel aufgegeben." Na toll, so stellen wir uns fähige Politiker vor.

Detaillierte Informationen zur Entwicklung in Jamel finden sich u. a. hier:
http://www.spiegel.de/…/braunes-jamel-ein-dorf-in-der-hand-…

In der Nacht zum Donnerstag, dem 13.8.2015, wurde ein Brandanschlag auf die Scheune der Lohmeyers verübt. Die Polizei geht bei der Tat von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

Birgit Lohmeyer ist sowohl Freundin als auch unsere indirekte Nachbarin; am Montag hatten wir noch gemütlich miteinander bis in den Abend geplaudert, und heute müssen wir erfahren, dass Birgit und Horst Polizeischutz erhalten haben.

Weitere Informationen finden sich hier:
http://www.spiegel.de/…/jamel-neonazi-gegner-nach-mutmassli…

So ist das in unserem "Land ohne Verfassung": Antifaschistische Blogger verstummen, Bürgermeister treten zurück, wenn sie von Pegida bedroht werden, Asylantenheime brennen nieder, Häuser von Nazi-Gegnern werden angezündet - und die Bundesregierung quatscht immer noch von der "besten Regierung seit der Wende"?! Mama Merkels Nicht-Regieren ist unerträglich geworden, die Folgen sehen wir – auch in Jamel.

Wir bitten jeden Leser und Autor des LaborBefundes, sich mit Familie Lohmeyer zu solidarisieren und sie zu unterstützen. Jeder Klick zeigt Solidarität, jedes Wort ermuntert, jede – noch so kleine – Spende hilft den Lohmeyers und signalisiert:

Auch ohne Zaubertrank ist Asterix nicht allein und hilflos.

Der LaborBefund spendet die Erlöse aus dem Verkauf der # 18 deshalb der Familie Lohmeyer.

Spenden für die Aufräumarbeiten bitte direkt an Familie Lohmeyer:

IBAN: DE 82130500000201038846
BIC NOLADE21ROS
Verwendungszweck: Lohmeyer

7.8.15

Der neue LaborBefund # 18 ist raus. Und ich bin stolz auf das Heft. :) Besonderer Dank geht an Andreas Balck, den Herausgeber. :)

Zu beziehen wie immer per Mail oder via Homepage.

24.7.15

Heute erreichte mich endlich - die Post muss noch immer die liegengebliebenen Sendungen aus dem Poststreik abarbeiten - das Päckchen von Ralf Preusker, mit den Belegexemplaren der Anthologie Litera-Freak Out!!! darin. In dieser sehr schönen Anthologie bin ich mit zwei Texten vertreten. Ich freue mich über diese Publikation und bedanke mich ganz herzlich beim Litera-Freak e.V.! :)

10.7.15

Endlich ist er wieder da: der neue LaborBefund ist erschienen. Die Nr. 17 ist ein Autorenheft mit den Gedichten von Roland Adelmann - und diese Gedichte haben es wahrlich in sich. So gute und treffende Lyrik habe ich lange nicht mehr gelesen.

Zu bestellen ist das Heft wie üblich über unsere Homepage www.laborbefund.jimdo.com oder direkt per E-Mail: laborbefund2013 (at) yahoo.de.

Nach der langen Zwangspause, für die wir uns bei allen Autoren und Lesern von Herzen entschuldigen, sind wir besonders glücklich darüber, dass es nun mit einem solchen Paukenschlag wieder weitergehen kann. :)

4.5.15

Nachdem ich umgezogen bin, kann ich endlich so langsam wieder anfangen zu schreiben.

Ich freue mich daher auch, dass der Kölner Straßenfeger in diesen Tagen erscheint, der einige Texte von mir enthält. Auch für die Anthologie des Litera-Freak e.V. von Ralf Preusker, die im Juli erscheinen soll, wurden zwei neue Texte von mir ausgewählt.

Vielen Dank! :)

25.3.2015

Fast 11 Jahre lang habe ich nun in Berlin an der Neuköllner Peripetie gelebt. Ich erlebte den Wandel des Stadtteils vom "Türkenkiez" zur Hipster-Partymeile mit. 1998 schrieb der SPIEGEL noch, Neukölln habe "keine Szene, keine Subkultur" - heute gibt es davon fast zuviel. Alles voll Szene hier, alles voll Subkultur, überall hirnamputierte Vollbart-Spastis mit Stöpseln in der Bohne und Daddelgerät zwischen den Fingern und beschränkte Affenweibchen, die nur damit beschäftigt sind, die Hände mit den vorgeschriebenen Bewegungen rechts und links am Gesicht vorbeizustreichen, um die Haare im vorgeschriebenen Winkel aus dem Blickfeld zu halten. Ganz hinten auf dem Köpfchen thront eine Wollmütze, die ebenfalls exakt im vorgeschriebenen Maßstab auf der Frisur sitzen muss: keinesfalls herunterziehen, und vorne müssen die gesamten Haare heraushängen.

Das ist die Generation der Zukunft: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Dazu sind sie ja viel zu beschäftigt. Ich denke hier an Erich Kästners Gedicht "Entwicklung der Menschheit".

Tschüss Neukölln. Tschüss Berlin. Ich bin jetzt umgezogen und bin froh darüber.